@Bernhard Donkel hat quasi eine Autorotation-Landung gemacht, aber ohne den Motor auszuschalten.
Der Heckrotor gleicht primär das Drehmoment des angestellten Hauptotors aus. Ein Großteil des Drehmoments kann man aber auch durch den Luftwiderstand annullieren, in dem man ein gewisses, gar nicht mal so hohes Vorwärtstempo sowie eine minimale Anpassung der Fluglage erreicht ( = seitlich geneigt fliegen). Die kleinen vertikalen und horizontalen Flügelchen am Heck stabiliseren den Flustrom sehr, ähnlich wie Ruder und Elevons bei einem Flugzeug.
Beim Landen hat man normalerweise das Problem, dass man irgendwann die Vorwärtsbewegung auf Null reduzieren will und nur noch absinken möchte. Da beginnt das Drehproblem dann wieder, weil man auf den Auftrieb des Hauptotors angewiesen ist und keinen stabilisierenden Lufstrom/-widerstand des Rumpfes/Flügel mehr hat. Je mehr Auftrieb der Hauptrotor generiert, desto mehr zu konternden Drehmoment erzeugt er auch.
Klassisch geht man etwas sicherer runter, in dem man lieber etwas höheres Vorwärtstempo hält, sich dafür aber mit niedriger Sinkrate dem Boden nähert. Geht am besten auf einer langen, ebenen Fläche ( = Landebahn), die man ähnlich einer Flugzeuglandung anfliegt. Da dabei aber der Hauptrotor mehr Auftrieb schaffen muss, dreht der Heli auch wieder leichter, wenn man am Schluss abbremst. Durch ein hartes Hochziehen/Bremsen/Flaren am Ende kann man aber mit ca. einer halben Drehung ziemlich punktgenau landen. Sicherheitsvorteil ist, dass man bis zum Aufsetzen immer sehr gefahrlos abbrechen und wieder wegsteigen kann, ohne Kontrollverlust über die Rotation.
Donkel's Variante braucht weniger Platz, weil er auf Autorotation setzt. Autorotation nutzt man ja üblicherweise, wenn der Hauptrotor/Turbine ausfällt, die Physik darunter funktioniert aber natürlich immer. Durch die Autortotation mit Motor an, aber auf Standgas (oder korrekter Null-Anstellwinkel) erzeugt der Hauptrotor kaum unerwünschtes Drehmoment bei der Landung, zu sehen an der nur ganz leichten Rechtsrotation des Helis. Statt hohem Vorwärtstempo hat man so eine hohe Sinkrate, diese wirkt aber fast genauso stabilisierend auf den Rumpf. Und dann eben wie bei Autorotation auch erst ganz am Ende kurz die Rotoren anstellen um den Heli abzufangen. Richtig gemacht hat das dabei generierte Drehmoment gar nicht die Chance, den Heli zu drehen (Massenträgheit), weil man dann schon fest aufsetzt und die Bodenreibung einen wieder festhält. Verpasst man das Timing aber oder generiert zu viel Auftrieb, hat man nur Sekunden später wieder einen Schwindelanfall. Setzt man dann doch auf, führt die Rotation in der Regel zum vollen Stabilitätsverlust und der Heli flippt/explodiert.
Du siehst beim Aufsetzen ganz am Schluss auch, wie der Heli sich aus einer leichten Schräglage wieder "aufrichtet", und eine sanfte Landung ist es natürlich auch nicht, eben um gar keine Instabilität aufbauen zu lassen.
Hoffe, das war halbwegs verständlich geschrieben.